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Donnerstag, 15. August 2013

Urlaub in Deutschland


Um ein wenig der Regenzeit in Nepal zu entfliehen, haben Miriam und ich im Juli einen Monat Urlaub in Deutschland gemacht. Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten (Miriam hat die erste Woche lang nur Nepali gesprochen) haben wir vier sehr schöne Wochen in Münster und Germersheim verbracht, die viel zu schnell vorbei gegangen sind. Ein besonderer Höhepunkt war der Urlaub am Meer, Miriam war zum ersten Mal bewusst am Strand und konnte gar nicht genug bekommen vom Spielen im und am Wasser. Außerdem hat sie Unmengen an Eis vertilgt und ausgiebig mit ihren Spielsachen gespielt, die ja größtenteils in Münster geblieben sind. 
Besuch im Zoo

Ohne Worte...


Den Partnerlook hat übrigens Miriam ausgesucht, damit  hatte ich nichts am Hut...
Jetzt sind wir seit fast einer Woche wieder hier und es regnet wirklich viel. Zum Glück ist unser Haus viel trockener als das Demozentrum, so dass wenigstens nicht all unser Hab und Gut verschimmelt ist, dafür ist aber eine Flasche Chlorreiniger in meinem Rucksack auf dem Flug geplatzt und hat mir viel  zu viele Anziehsachen versaut. Naja, wenigstens ist das Pumpernickel und die Schokolade heile geblieben :-)
Am Strand ein Eis essen - Miriams Definition von Paradies
Furba hatte Miriam sehr vermisst, sie ihn auch. Als wir nach unserer Ankunft zum ersten Mal zu ihm gegangen sind, stand er mit zwei ausgerupften Blumen am Straßenrand und hat Miriam schon von weitem zugerufen „I love you!“. Jetzt sind die beiden wieder glücklich vereint, und schon nach fünf Minuten hat Miriam mir gesagt, ich könnte jetzt gehen, sie würde jetzt mit Furba spielen und hätte nicht vor, mit mir nach Hause zu kommen.
Hier in Kaule werden in den nächsten Wochen hoffentlich viele Dinge passieren, es stehen einige personelle Änderungen an, wir beginnen ein Affenprojekt (Juchu!!!) und ich stehe kurz vor dem wichtigsten Part der Datenerhebung für meine Doktorarbeit. Ich hoffe, es wird alles wenigstens halbwegs planmäßig ablaufen (ganz so naiv wie am Anfang bin ich nicht mehr…) und ich kann viel schaffen in den nächsten Wochen.
Versprechungen mehr zu schreiben werde ich nicht mehr geben… Ich versuche mein Bestes, hat aber ja wie ihr gemerkt habt in den letzten Monaten oft eher nicht geklappt. Wie gesagt, ich gebe mein Bestes, um mir die Zeit zu nehmen. Jetzt mache ich mich erst einmal auf den Weg zurück nach Kaule (ich bin gerade in Kathmandu) und hoffe, dass ich nicht allzu nass werde…

Sonntag, 26. Mai 2013

Fotos aus den letzten Wochen

Die Aussicht ist und bleibt schön!

 Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen, ich glaube es waren die anstrengendsten und intensivsten, seitdem ich hier bin. Wir haben viel geschafft, das Dach ist erneuert und glänzt funkelnagelneu in der Sonne, organisatorisch sind wir einige Schritte weiter und auch sonst läuft alles gut. Leider bin ich in den letzten Wochen oft krank gewesen und bin immernoch dabei mich zu erholen, ich hoffe mal, dass ich damit jetzt erstmal alles durch habe, was man so bekommen kann. Ich will jedenfalls in nächster Zeit kein Krankenhaus von innen sehen müssen! Und ich habe meine Flug nach Deutschland gebucht, vom 10 Juli bis zum 8. August werde ich zu Hause sein und der Regenzeit ein wenig entfliehen.
Mangels viel Zeit zum Schreiben, habe ich einfach mal einige Fotos aus der lezten Zeit hochgeladen, kleiner Ersatz. Nächstes Mal gibts mehr zu lesen...

Hab ich eine coole Tochter...
Auch wenn ich es nicht wahrhaben will, es ist wohl doch Zeit, dass es wieder regnet ...
Intercropping auf nepali: Marihuana und Mais
Schon die kleinsten helfen mit...
Fieldvisit
Nepalische Hochzeit - Alle haben sich schick gemacht, und ja, es gibt einen lustigen Grund für das viele Pink :-)
Frauen tragen blau auf Hochzeiten :-)


 
 
Sooo cool
Jeden Sonnenstrahl ausnutzen


Der Dachmaster...

... und seine Helfer (obwohl da noch einige fehlen...)


Boardmeeting

Alina, wir vermissen Dich!!!
Miriam hilft beim Kochen


Montag, 8. April 2013

Ostern


Ja, ich weiß, ich bin ein bisschen spät, Ostern ist schon einige Tage vorbei, aber jetzt kommen wenigstens verspätet einige Fotos vom Ostereiersuchen. 

Der Osterhase war in Kaule zu Besuch
Schon zu Nikolaus hatten wir ja Schwierigkeiten, unsere Stiefelchen draußen aufzustellen, da sonst nur die Affen ein frohes Fest gehabt hätten. Stiefel drinnen aufstellen ist ja in Ordnung, aber Indoor-Ostereiersuchen ist doof, daher sind die Volontäre während Miriam gesucht hat um das Gelände Patrouille gelaufen, die Steinschleuder immer im Anschlag. Durch beherzten Einsatz konnten somit alle Eier und die ganze Schokolade gerettet werden :-).


Mama, ich hab ein Ei gefunden


Schon beim Färben der Eier fing allerdings das Abenteuer an, wir hatten keinen Essig und in ganz Kaule gab es keinen zu kaufen. Ich wollte es dann ohne versuchen, musste aber feststellen, dass das leider gar nicht klappt. Aber wozu hat man einen Haufen Wissenschaftler im Haus, da wurde gemeinschaftlich diskutiert, was denn der Essig für eine Rolle spielt im Eierfärbeprozess. Nach reiflicher Überlegung kam die Runde dann zu dem Ergebnis, dass die Säure die Eierschale anraut und damit dafür sorgt, dass die Farbe hält. Essig war nicht verfügbar, allerdings Salzsäure für Bodentests, und schnell kam die Idee auf, dass das ja auch klappen müsste… Versuchsergebnis: Ein Tropfen Salzsäure in der Eierfarbe ist super, ein kleiner Schluck führt leider dazu, dass das Ei schäumt und sprudelt und sich die gesamte Schale auflöst. Daher gab es dieses Jahr dann leider keine grünen Eier, alle anderen waren aber wunderschön :-)





Miriam fand es total schön, sie hat begeistert Eier gesucht und auch alle gefunden. Besonders hat sie sich aber über die Schokolade und die Seifenblasen gefreut, die meine Mutter geschickt hatte. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, und dann denke ich auch an den Essig…